Herbst-Tag-und-Nachtgleiche feiern – Bedeutung, Rituale und Inspiration für Mabon

Wenn die Natur uns lehrt, loszulassen und das Gleichgewicht wiederzufinden

Die Herbst-Tagundnachtgleiche gehört zu den stilleren Festen im Jahreskreis. Sie ist nicht so bekannt wie die Sommersonnenwende oder die Rauhnächte – und doch trägt sie eine Botschaft in sich, die heute kaum aktueller sein könnte.

Denn zweimal im Jahr geschieht etwas Besonderes:
Tag und Nacht sind gleich lang.

Für einen kurzen Moment halten sich Licht und Dunkelheit die Waage.

Danach nimmt das Licht sichtbar ab. Die Natur zieht sich langsam zurück. Die Bäume lassen ihre Blätter los. Die Ernte ist weitgehend eingebracht. Die Zeit der Fülle geht über in die Zeit des Bewahrens.

Vielleicht ist genau das eine Erinnerung, die wir heute dringend brauchen.
Nicht immer mehr.

Sondern die Frage:
Was ist wirklich genug?

Was ist Herbst-Tag-und-Nachtgleiche?

Das zweite der drei keltischen Erntefeste

Die Herbst-Tagundnachtgleiche – häufig auch Mabon genannt – markiert astronomisch den Moment, an dem Tag und Nacht nahezu gleich lang sind. Meist fällt sie auf den 22. oder 23. September.

Im keltischen Jahreskreis ist sie eines der acht Jahreskreisfeste und bildet den Übergang vom Sommer in das dunklere Halbjahr.

Historisch ist der Name Mabon übrigens jünger als viele vermuten. Während die Herbst-Tagundnachtgleiche seit Jahrhunderten gefeiert wurde, setzte sich der Begriff Mabon erst in der neueren naturspirituellen Tradition durch. Keltischen Ursprungs ist dagegen Alban Elfed, was man vergleichsweise wenig liest.

Viel wichtiger als der Name ist deshalb die Erfahrung, zu der uns dieses Fest einlädt.

Warum die Herbst-Tagundnachtgleiche heute wichtiger ist denn je

Wir leben in einer Kultur, die Wachstum fast ausschließlich positiv bewertet.

Mehr erreichen.
Mehr leisten.
Mehr besitzen.
Mehr erleben.

Die Natur erzählt im September jedoch eine andere Geschichte.

Sie zeigt uns, dass Fülle nicht bedeutet, ständig Neues hinzuzufügen.

Sondern zu erkennen, wann etwas vollständig geworden ist.

Ein Apfelbaum versucht nicht, im Oktober noch einmal zu blühen.

Er sammelt seine Kräfte.
Er lässt los.

Und genau dadurch bereitet er bereits den nächsten Frühling vor.

 

Wir dürfen uns fragen:

  • Was darf in meinem Leben geerntet werden?
  • Worauf kann ich mit Dankbarkeit zurückblicken?
  • Was trage ich schon viel zu lange mit mir herum?

Die tiefere Bedeutung: Gleichgewicht statt Perfektion

Viele Menschen sehnen sich nach Balance.

 

Beruf und Familie/Freundschaften.
Nähe und Freiheit.
Ruhe und Aktivität.
Geben und Empfangen.

Die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche erinnert uns daran, dass Gleichgewicht kein Dauerzustand ist.

Es ist eher ein flüchtiger Moment.

Schon einen Tag später werden die Nächte wieder länger.

Auch in unserem Leben verändert sich Balance ständig.

Vielleicht geht es deshalb gar nicht darum, sie dauerhaft festzuhalten.

Sondern immer wieder bewusst zu ihr zurückzufinden.

Die Natur zeigt den Weg

Wenn du in diesen Tagen aufmerksam draußen unterwegs bist, wirst du entdecken, dass die Natur längst begonnen hat, sich zu verändern.

Die ersten Blätter verfärben sich.

Samen werden vom Wind getragen.
Pilze erscheinen nach feuchten Nächten.
Die Luft riecht anders.
Das Licht wird weicher.

Vielleicht bemerkst du auch, dass du selbst ruhiger wirst.

Dass der Wunsch entsteht, früher nach Hause zu gehen.

Vielleicht Kerzen anzuzünden.
Mehr Tee zu trinken.
Weniger Termine zu haben.

Wir halten diese Veränderungen oft für persönliche Stimmungsschwankungen.

Dabei sind wir einfach Teil derselben Natur, die uns umgibt.

Die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche ist mehr als ein einzelner Tag

Manche glauben, sie hätten das Fest “verpasst”, wenn sie am 22. oder 23. September keine Zeit hatten.

Doch die Jahreskreisfeste funktionieren nicht wie Geburtstage.

Sie sind keine Termine.
Sie sind Zeitqualitäten.

Die Energie der Herbst-Tagundnachtgleiche begleitet uns über mehrere Wochen.

Du kannst dir auch Ende September noch bewusst Zeit nehmen.

Die Natur wartet nicht auf den perfekten Moment.

Sie lädt uns ein, in Beziehung mit ihr zu treten.

Was wir von den Jahreskreisfesten lernen können

Vielleicht ist genau das der größte Schatz der Jahreskreisfeste.

Sie schenken uns keine weiteren Aufgaben. Keine To-do-Liste. Keinen Selbstoptimierungsplan.

Sie erinnern uns daran, dass wir Teil von etwas Größerem sind:

  • Dass Zeiten des Wachsens genauso wichtig sind wie Zeiten des Loslassens.
  • Dass Fülle ohne Dankbarkeit leer bleibt.
  • Und dass Rückzug keine Schwäche ist.
  • Sondern Vorbereitung.

Wenn du den Jahreskreis nicht nur verstehen, sondern wirklich erleben möchtest

Viele Menschen entdecken die Jahreskreisfeste zunächst über einen einzelnen Blogartikel oder schauen was auf Youtube.

Dann lesen sie über Samhain.
Oder die Rauhnächte.
Oder die Sommersonnenwende.

Doch irgendwann entsteht oft eine andere Sehnsucht.

Nicht nur eine Faszination für mehr Wissen.

Sondern ein Leben, das sich wieder stärker am Rhythmus der Natur orientiert.

Genau deshalb entsteht gerade meine Jahreskreis-Begleitung.

Dort feiern wir die acht Jahreskreisfeste nicht als historische Tradition oder Folklore.

Sondern als Weg zurück zu einer lebendigeren Beziehung mit der Natur – und damit auch mit uns selbst.

Wenn dich dieser Gedanke berührt, kannst du dich unverbindlich auf die Warteliste eintragen.

So erfährst du als Erste oder Erster, wann die Begleitung startet und erhältst vorab Einblicke hinter die Kulissen.

Denn vielleicht beginnt dein Wunsch nach Veränderung mit der Entscheidung, die kommenden Jahreszeiten bewusst in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten wahrzunehmen und zu feiern.

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Herzlich
Simone

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