8 Jahreskreisfeste im Jahreskreis

Es gibt insgesamt 8 Jahreskreisfeste im keltischen Jahr.

Sie finden ca. alle 4-8 Wochen statt und werden unter dem Lauf der Sonne und des Mondes gefeiert. 

Hier die Termine für das Jahr 2027 mit ihren christlichen Entsprechungen vor:

31. Januar/ 1. Februar: Imbolc und Mariä Lichtmess

20. März: Frühjahrs-Tag-und-Nachtgleiche (auch Ostara) und Ostern

30. April/ 1. Mai: Beltane und Marienfeste

21. Juni: Mittsommer und Johannisfest

31. Juli/ 1. August Lughnasadh (auch Lammas) und Mariä Himmelfahrt

23. September: Herbst-Tag-und-Nachtgleiche (auch Mabon) und Erntedankfest

31. Oktober/ 1. November: Samhain und Allerseelen und Allerheiligen

21. Dezember: Wintersonnenwende (auch Yule) und Weihnachten

 

Für die Mondfeste sind die inzwischen fest eingebürgerten Kalendertermine notiert.

Wir feiern die Jahreskreisfeste in der keltischen Tradition und Mythologie, weil wir uns dort am meisten Zuhause fühlen.

Die Stellung der Feste im Jahresrad

Im Jahreskreis begegnen uns acht Feste, die jeweils eine andere Schwelle im Wandel der Natur markieren.

Die Sonnenwenden und Tag-und-Nachtgleichen orientieren sich an besonderen astronomischen Wendepunkten im Lauf der Sonne.

Dazwischen liegen Imbolc, Beltane, Lughnasadh und Samhain – Feste, deren Wurzeln vor allem mit alten keltischen Traditionen verbunden werden.

Nicht zu jedem dieser Feste sind uns gleich viele historische Überlieferungen erhalten geblieben. Vieles hat sich im Laufe der Jahrhunderte verändert, miteinander verwoben oder ist ganz verloren gegangen. Deshalb können wir heute nicht mehr bis ins Einzelne wissen, wie und mit welcher Bedeutung unsere Vorfahren diese Zeiten begangen haben.

Doch inzwischen denke ich, dass wir das auch gar nicht müssen.

Denn wenn wir den Jahreskreis über längere Zeit bewusst erleben, beginnen wir etwas anderes zu entdecken: Jedes Fest erhält seine Bedeutung auch durch seinen Platz im großen Ganzen.

Besonders spannend ist dabei der Blick auf die gegenüberliegenden Feste. Sie scheinen auf den ersten Blick Gegensätze zu verkörpern – Licht und Dunkelheit, Werden und Vergehen, Aufbruch und Rückzug. Doch bei genauerem Hinsehen gehören diese Qualitäten zusammen. Das eine trägt bereits den Keim des anderen in sich.

So erzählt der keltische Jahreskreis seine Geschichte nicht in einzelnen Festen, sondern in ihren Beziehungen zueinander.

Jahreskreisfeste damals und heute

Menschen beobachten seit Jahrtausenden den Lauf von Sonne und Mond und die wiederkehrenden Veränderungen in der Natur. Sonnenwenden, Tag-und-Nachtgleichen und andere markante Zeiten im Jahreslauf wurden zu besonderen Momenten, an denen Gemeinschaften innehielten, feierten und sich ihrer Verbindung mit der sie umgebenden Welt vergewisserten.

Für unsere Vorfahren war diese Beziehung zur Natur existenziell. Ihr Leben war unmittelbar mit den Jahreszeiten, dem Wetter, dem Wachstum der Pflanzen und dem Wohlergehen der Tiere verbunden. Sie wussten aus Erfahrung, wann die Zeit des Säens, des Wachsens, der Ernte und des Rückzugs gekommen war.

Doch ebenso erfahrbar war, dass sich das Leben niemals vollständig kontrollieren lässt. Ob die Saat aufging, ausreichend Regen fiel oder die Ernte den Winter hindurch reichen würde, lag nicht allein in menschlicher Hand.

Feste und Rituale gaben diesem Bewusstsein Ausdruck. Menschen baten um Schutz und Wachstum, brachten Gaben dar, dankten und feierten gemeinsam. Die sichtbare und die unsichtbare Welt waren dabei nicht so selbstverständlich voneinander getrennt, wie wir es heute gewohnt sind.

Heute sind die meisten von uns nicht mehr unmittelbar von der eigenen Ernte abhängig. Lebensmittel liegen das ganze Jahr über in den Regalen, Licht gibt es auf Knopfdruck und Wärme auf Knopfdrehung. Vieles in unserem Alltag lässt uns vergessen, wie sehr auch unser Leben von der Erde und ihren natürlichen Kreisläufen getragen wird.

Vielleicht liegt genau darin eine neue Bedeutung der Jahreskreisfeste.

Sie erinnern uns daran, dass wir der Natur nicht gegenüberstehen. Wir sind Teil von ihr. Teil dieser Schöpfung, dieses großen Geflechts des Lebendigen.

Diese Verbindung wieder zu spüren, ist für mich mehr als eine schöne Erfahrung. Denn aus Verbundenheit erwächst auch Verantwortung. Wenn ich mich als Teil dieser lebendigen Welt erfahre, verändert sich mein Blick darauf, wie ich mit ihr umgehe, was ich ihr entnehme und was ich zurückgebe.

Vielleicht müssen wir heute tatsächlich wieder lernen, was für unsere Vorfahren selbstverständlich war: unser Leben stärker in Beziehung mit allem Lebendigen zu führen. Nicht aus Angst oder mit erhobenem Zeigefinger, sondern aus Liebe zu dieser wunderschönen Welt – und aus dem tiefen Wunsch heraus, sie nicht nur für uns zu bewahren.

Jahreskreisfeste erinnern uns immer wieder an diese wunderschöne Beziehung, die uns zuhause fühlen lässt.

Warum die Jahreskreisfeste heute aktueller sind denn je

Kennst du dieses Gefühl, dass schon wieder ein Monat vergangen ist – und du dich fragst, wo eigentlich die Zeit geblieben ist?

Die Wochen füllen sich mit Terminen, Aufgaben und all dem, was erledigt werden will. Und während wir funktionieren, zieht draußen eine Jahreszeit nach der anderen vorüber. Die ersten Knospen öffnen sich, die Tage werden länger, das Korn reift, die Blätter fallen – und manchmal bemerken wir erst im Rückblick, dass wir kaum wirklich dabei waren.

Jahreskreisfeste holen uns zurück ins Erleben.

Sie setzen besondere Wegmarken im Jahr und laden uns ein, nicht einfach von Januar bis Dezember hindurchzueilen. Innezuhalten. Wahrzunehmen, wo wir gerade stehen. Und zu entdecken, was die Natur uns über Werden und Vergehen, Fülle und Loslassen, Rückzug und Neubeginn erzählen kann.

Denn jedes Jahr trägt diese acht besonderen Schwellen in sich. Und jedes Jahr, in dem wir achtlos an ihnen vorübergehen, ist ein Jahreskreis, den wir so kein zweites Mal erleben werden.

Jahreskreisfeste zu feiern bedeutet deshalb für mich, dem Jahr wieder Wurzeln zu geben. Sie sind bewusste Unterbrechungen des Funktionierens – Momente, in denen wir nicht nur sehen, dass sich die Natur verändert, sondern spüren, dass wir selbst Teil dieses Wandels sind.

Irgendwann fühlt sich ein Jahr dadurch nicht mehr so an, als wäre es einfach nur an dir vorbeigerauscht.

Jahreskreisfeste sind Bewahrerinnen

Sie hüten altes Wissen, das über viele Generationen weitergetragen wurde – Wissen über die Rhythmen der Natur, über Werden und Vergehen, Fülle und Rückzug, Abschied und Neubeginn. Ein Wissen, das auch heute noch Bedeutung hat und uns Orientierung für die Zukunft schenken kann.

Doch dieses Wissen bleibt nicht lebendig, indem wir nur darüber lesen.

Es lebt weiter, wenn wir es feiern.

Wenn wir hinausgehen, das Feuer entzünden, mit unseren Händen gestalten, gemeinsam essen, singen, lauschen oder still werden. Wenn wir die Natur nicht nur betrachten, sondern wieder beginnen, uns als Teil von ihr zu fühlen.

So bewahren und erneuern die Jahreskreisfeste unsere Herzensverbindung mit der Natur. Und in dieser gefühlten Verbindung kommen wir auch uns selbst näher. Wir entdecken, dass die Qualitäten der Jahreszeiten nicht nur draußen zu finden sind: Auch in uns gibt es Zeiten des Aufblühens und Reifens, des Erntens, Loslassens und Ruhens.

Jahreskreisfeste sprechen deshalb alle Sinne an. Sie verweben überliefertes Brauchtum mit Ritualen und unserem heutigen Leben. So wird ein Fest nicht nur zu etwas, das wir verstehen, sondern zu etwas, das wir erleben und erinnern.

Und vielleicht liegt genau darin ihre besondere Kraft: Was wir wirklich erfahren haben, kann zu einem inneren Schatz werden, den wir mitnehmen – durch die Jahreszeiten und durch unser Leben.

Wenn du den Jahreskreis nicht nur verstehen, sondern erleben möchtest.

Nicht nur eine Faszination für mehr Wissen

Viele Menschen entdecken die Jahreskreisfeste zunächst über einen einzelnen Blogartikel oder schauen was auf Youtube.

Dann lesen sie über Samhain.
Oder die Sommersonnenwende.

Doch irgendwann entsteht oft eine andere Sehnsucht.

Sondern ein Leben, das sich wieder stärker am Rhythmus der Natur orientiert.

Genau deshalb entsteht gerade meine Jahreskreis-Begleitung.

Dort feiern wir die acht Jahreskreisfeste nicht als historische Tradition oder Folklore.

Sondern als Weg zurück zu einer lebendigeren Beziehung mit der Natur – und damit auch mit uns selbst.

Wenn dich dieser Gedanke berührt, kannst du dich unverbindlich auf die Warteliste eintragen.

So erfährst du als Erste oder Erster, wann die Begleitung im Januar 2027 startet und erhältst vorab Einblicke hinter die Kulissen.

Denn vielleicht beginnt dein Wunsch nach Veränderung mit der Entscheidung, die kommenden Jahreszeiten bewusst in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten wahrzunehmen und zu feiern.

Kennst du einen Menschen, für den diese Impulse gerade wohltuend sein könnten?
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Herzlich
Simone und Melanie

Weitere Links zur Folge

Podcast Folge zu Imbolc:

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